Naturpark Erlebnistag der Esperantisten 2015

Alljährlich treffen sich Freunde der Internationalen Sprache Esperanto im Schwarzwald, um zu wandern und gemeinsam Interessantes zu besichtigen. In diesem Jahr waren es genau 22 Teilnehmer, die sich Anfang Oktober am Bahnhof in Ottenhöfen zusammenfanden.

Nach der Begrüßung ging es zunächst weiter nach Seebach zu einer Besichtigungstour durch die ehemaligen Silbererzminen. Der dortige Führer gab eingangs eine kurze, fachkundige Einführung in die Geschichte des Bergwerks, Geologie, Steinkunde, Berufe, Techniken und Werkzeuge; diese Erläuterungen wurden von einem der Teilnehmer ins Esperanto übersetzt, da acht Esperanto-Sprecher aus Straßburg und dem Elsass nicht des Deutschen mächtig waren.

Am Anschluss wurden Gummistiefel, Helme, große Lampen und Regenmäntel ausgeteilt, bevor es lustig und heiter bergwerksgerecht bergauf ging in Richtung Eingang des Erzknappenloch-Stollens, zum Abenteuer unter Tage. Alle waren erstaunt über die mühevollen, schweren Arbeiten im Berg und die damalige Beleuchtung bei der Suche nach den silberhaltigen Gesteinen, Quarzen und Ablagerungen. Am Ende der Tunnel warteten dann Sonnenschein und Wärme und man war froh, wieder an der Oberfläche zu sein. Vor der Weiterfahrt gab es das ersehnte Picknick - sehr genussvoll, mit der Sonne im Rücken und im Schatten der Bäume - ein weiteres Erlebnis im Naturpark Schwarzwald.

Vom Ruhestein aus folgte eine Wandertour am Skilift über Fels und Stein, um nach dem Anstieg entspannt den Ausblick zu genießen. Entlang des Weges lagen zahlreiche Ausflugsziele, einmalige Aussichtspunkte, herbstliche Wiesen, Schönheiten der Natur. Beim Seekopf (1.013 m ü.NN) am Eutinggrab offenbarte sich dann eine grandiose Sicht zum in der Tiefe schlummernden Wildsee.

Der fast kreisrunde Wildsee liegt in einem Bannwaldgebiet, wo die Natur sich selbst überlassen bleibt und keine forstwirtschaftlichen Eingriffe vorgenommen werden. Besonders eindrucksvoll war die Sicht vom Wildseeblick über das Wäldermeer des Nordschwarzwaldes. Der teils durchwanderte Bannwald gleicht einem Urwald.

Auch beim Tagesabschluss im Gasthaus Grenzstüble unterhielten sich alle Anwesenden auf Esperanto. Die übrigen Gästen waren Zeuge, wie sich Menschen verschiedenster Nationen einfach, perfekt und humorvoll verständigen können. Und so freute man sich schon wieder auf das nächste gemeinsame Treffen.

Engelbert Sester

 


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