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Max Josef Metzger - Seligsprechung

Max Josef Metzger (1887-1944), ein Priester aus dem südbadischen Schopfheim, der sich im Ersten Weltkrieg zum Pazifisten wandelte und seither „für den Frieden in der Welt und die Einheit der Kirche” einsetzte und dabei Esperanto einsetzte, wird vermutlich bald seliggesprochen.

Wie das vatikanische Dikasterium (Ministerium) für Heilig- und Seligsprechungen am 15.3.2024 verlautbarte, erkennt die Kirche seinen Tod durch Hinrichtung als Märtyrertod an. Damit ist ein wichtiger Schritt erfolgt, der zu einer baldigen Seligsprechung führen könnte.

Metzger, der sich freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet hatte, kam als radikaler Pazifist aus dem Ersten Weltkrieg zurück. Er erlernte Esperanto und setzte es bei seiner internationalen Friedensarbeit ein. Durch die von ihm gegründete Bewegung Una Sancta wird er zum Pionier der ökumenischen Bewegung. Metzger wurde von einer Gestapo-Agentin denunziert, die sich sein Vertrauen erschlichen hatte und der er Einblick in seine internationalen Kontakte gewährte.

Damals war es bereits Hochverrat, nicht an den deutschen Sieg zu glauben und sich über die Bedingungen für Friedensverhandlungen und die Zeit nach dem Krieg Gedanken zu machen. (Ähnliches gilt heute übrigens in der Ukraine.) Metzger wurde vom Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt und starb am 17. April 1944 unter dem Fallbeil.

Sein Todesdatum jährt sich dieses Jahr zum 80. Male. Die Esperanto-Bewegung, vor allem IKUE Freiburg mit Bernhard Eichkorn, haben die Initiative zur Seligsprechung Metzers angestoßen.

Quelle und weitere Informationen: Seite des Erzbistums Freiburg <www.ebfr.de>

 

 

Veröffentlicht von Ursula Niesert am 17-03-2024, 20:52
Zuletzt geändert am am 18-03-2024, 23:28
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