Hilfe für Bona Espero

Heilbronner Grundschüler unterstützen Esperanto-Waisenkinderdorf

"Ein lebensnaher Unterricht macht das Lernen zum Vergnügen." Nach diesem Motto nutze die Heilbronner Grundschullehrerin Irmi Vallon die Nachricht, dass das Esperanto-Waisenkinderdorf Bona Espero in Brasilien von einem Buschfeuer bedroht wurde, zu einem motivierenden Matheprojekt.

Auf dem Wochenplan stand ohnedies das Thema „Kinder dieser Welt“. Die Kinder hörten gebannt, dass es auf der Welt Kinder gibt, die auf der Straße leben müssen und dass das Esperanto-Kinderdorf Bona Espero ("Gute Hoffnung") in Brasilien solchen Kindern eine neue Heimat gibt, wo sie aufwachsen dürfen, zur Schule gehen und manche sogar ein Handwerk lernen können. Sie staunten, dass auf dem Globus Deutschland so klein ist und Brasilien so groß, dass es schon von weitem zu sehen ist.

Dass das Buschfeuer bis an den Zaun um das Kinderdorf herankam, das Holz verbrannte und dringend Betonpfosten für einen besseren Schutz nötig wurden, regte die Hilfsbereitschaft der Kinder an. Einen Pfosten für 10 Euro zu spenden, wurde beschlossen. "Das passte vorzüglich zum gegenwärtigen Lernstoff. Ein Pfosten ist praktisch wie ein Zehnerstab, auf den man 10 einzelne Eurostücke legen kann", überlegte die Lehrerin.

Die Kinder schleppten tütenweise nicht mehr benötigtes Spielzeug an für einen klasseninternen Flohmarkt. Das Festsetzen der Preise, der Verkauf der Spielsachen und das Zählen der Einnahmen wurden zu einer lebendigen Mathestunde. Großer Jubel, als das Geldzählen eineinhalb Pfosten ergab. Das war ansteckend. Der Feuereifer griff auf die Nachbarklassen über, die Eltern unterstützten die Kinder beim Muffin-Backen. Aus dem Miniprojekt wurde ein Großprojekt, an dessen Ende sage und schreibe 250 Euro erwirtschaftet worden waren und damit der Zahlenraum der Klasse 2 deutlich gesprengt wurde.

Und ganz nebenbei wurde klar, dass Esperanto keine weltfremde Idee ist, sondern eine sehr praktische Gute Hoffnung ("Bona Espero").



 

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